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HEPHAISTOS
Internationale Zeitschrift für Metallgestalter
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Metallskulpturen als Willkommensgruß und Wegweiser |
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KINDERZIMMER IM GROSSFORMAT
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»Ängste und Aufregung werden vergessen, wenn man alte Freunde trifft«, stellt der Metallbildhauer Gerold M. Sauter
sein Spielzeug vor: Giraffe, Schäfchen, Schlange, Parkplatzmännchen und Stahllastwagen, die vor dem Klinikneubau stehen, hat er klassischen Holzfiguren nachempfunden |
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Gerold M. Sauter Spielzeug- erzeuger |
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Mein Gedanke war es, den Vor- und Eingangsbereich so freundlich wie möglich zu gestalten, um Kinder
wie auch Erwachsene gleichermaßen anzusprechen, skizziert Sauter die Intention seiner »Kunst am Bau«. Christine Simmerding, die Leiterin des im August 2004 neu eröffneten »Behandlungs- und Beratungszentrum«. (BBZ)
der Hessing-Stiftung in Augsburg, sieht dieses Vorhaben bestens umgesetzt: »Sauter gelang es durch seine Tierfiguren in wunderbaren Weise, Kinder, wie auch Eltern das Gefühl zu geben, hier willkommen zu
sein«. Mit den Figuren in der Formgebung angelehnt an kleine Holztiere, die wohl in jedem deutschen
Kinderzielzimmer zuhause sind, nimmt Sauter dem BBZ die Sterilität, die häufig von Einrichtungen dieser Art ausgehen. Durch die gleichermaßen überdimensionale |
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Mit 15 überdimensio- nalen Spielzeugfiguren aus Stahl und bunten Bauklötzchen aus Beton hat der
Augsburger ein Therapiezentrum für Kin- der einladend gestaltet |
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wie kleine und kindergerechte Assoziationswelt erleichtert er den oft schweren Gang in das
zentrum, das sich in gut 30 Jahren aus einer Selbsthilfegruppe für spastisch gelähmten Kinder zu einer der größten Einrichtung ihrer Art in Bayern entwickelt hat. »Mein Gestaltungskonzept zieht sich von außen nach innen«, erklärt Sauter. Vor dem Gebäude stehen die Objekte aus Cor-Ten Stahl, die elf Bauklötze und ein Brunnen aus
durchgefärbtem Beton sorgen für Auflockerung im Innenhof des Gebäudekomplex. Die Formen sind jenen von hölzernen Spielzeugfiguren nachempfunden, womit bei kleinen wie großen Kindern fröhliche |
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Erinnerungen an zu hause geweckt werden sollen: Männchen mit Hinweistafeln zeigen den Besuchern,
wo es zum Parkplatz und zum Eingang geht. Ein Lastwagen mit einer Länge von 4,20 und eine Höhe von 1,95 Metern dient ebensfalls als Wegweiser zu den Parkplätzen. Die Objekte empfangen somit alle Neuamkömmlinge schon
vor dem Gebäude auf liebenswürdig spielerische Art. Weiter lädt eine Giraffe, 4,30 Meter hoch und 1,70 Meter breit, dazu ein, zwischen den Beinen hindurch zu streigen. Die Riesenschlange kann als Sitzgelegenheit genutzt
werden. Sauter sieht seine Figuren nicht allein als Kunstwerk, sondern als erfahrbares Spielzeug: »Hier ist ein Haus für Kinder und diese werden sich hier wohlfühlen«, ist er
überzeugt. Der gelernte Schlossermeister, 1962 in Stuttgart
geboren, arbeitete nach der Meisterprüfung zunächst in München als »künstlerischer Assistent« bei Aktionskünstler Wolfgang Flatz. An der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz studierte er
dann bis 1955 in der Meisterklasse für experimentellevisuelle Gestaltung bei Herbert Lachmeyer. Neben einem Diplom |
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HEPHAISTOS 1/2 2005 |
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